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Zeitarbeitsbranche unter Druck

Die Zeitarbeitsbranche gerät langsam unter Druck, was auch mit den Vorwürfen zu tun hat, sie würde bei den Branchenzuschlägen tricksen. Die Branche zeigt sich für 2013 aber dennoch optimistisch.


Zeitarbeitsbranche unter Druck

Während sich die Anzahl der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche einpendelt, könnte dies ein gutes Zeichen für die deutsche Wirtschaft sein, denn Experten greifen auf die Zeitarbeitsbranche als Frühindikator zurück. 

Der BAP-Präsident erklärt, dass aktuell aber kein rapider Abfall der Zahlen zu verzeichnen sei. Während der ersten Krisenmonate in den Jahren 2008 und 2009 verlor die Branche so innerhalb nur weniger Monate 300.000 Mitarbeiter.

Demnach hätten sich Branchenzuschläge in der Metall- und Elektroindustrie, die die Zeitarbeitsbranche insgesamt verteuerte, nicht allzu negativ ausgewirkt. „Es ist nicht so, dass die Leute massenhaft zurückgeschickt werden“, erklärt Enkerts.

Für so manche Unternehmen machen die Zuschläge aber womöglich doch einen Unterschied. Denn die IG Metall erwirkte, dass gestaffelt nach Beschäftigungsdauer bis zu 50 Prozent mehr gezahlt werden müssen, als zu Beginn der Beschäftigung. Statt, dass die Zeitarbeitsfirmen diese Zuschläge allerdings voll und ganz zahlen, hätten sie diese aber zumindest teilweise auf ihre eigenen Kunden abgewälzt. 

Wie Enkert schätzt, werden demnächst zudem weitere Branchen folgen, in denen mit Zuschlägen gerechnet werden muss. „Je mehr Bereiche wir tariflich abdecken, desto weniger wird eine Regelung durch den Gesetzgeber notwendig sein.“ (NS/BHB)


 
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