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USA noch nicht aus dem Schneider

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten war es wichtig, dass eine Einigung im Haushaltsstreit der USA erzielt wurde. Die Einigung kam gerade rechtzeitig vor der Börseneröffnung in den USA. Wäre eine Einigung nicht in allerletzter Sekunde erzielt worden, wären Kürzungen und Steuererhöhungen in Kraft getreten, die die USA mit größter Wahrscheinlichkeit in eine Rezession zurück katapultiert hätten.


USA noch nicht aus dem Schneider

So erhielt die Börse aber nicht nur in den USA starken Aufwind, sondern eine weitere Rezession wurde zumindest vorerst verhindert. Denn bereits Ende Februar droht die nächste Fiskalklippe, da unter anderem automatische Ausgabenkürzungen nur um weitere zwei Monate aufgeschoben wurden, denn allein in diesem Jahr macht dies bereits 90 Milliarden Dollar aus. Deswegen müssen sich Obama und die Republikaner erneut zusammensetzen, und den Haushalt zu diskutieren. 

Grund dafür ist, dass neben Ausgabenkürzungen und anderen Haushaltsbeschlüssen auch die Obergrenze für die Schulden ein weiteres Mal angehoben werden muss, denn die aktuelle Obergrenze ist bald erreicht. Wird diese nicht angehoben, können die USA keine weiteren Kredite mehr aufnehmen und auch keine Zahlungsabwicklungen mehr vornehmen. 

Denn auch die Ratingagenturen machen Ernst und führen den USA ein weiteres Mal deutlich vor Augen, wie marode ihr Haushalt ist. Allein in den vergangenen vier Jahren erreichte die Schuldenlast den Wert des Bruttoinlandsprodukts (BIP), nachdem sie damals noch bei rund 70 Prozent lag. 

Die Neuverschuldung lag neuerdings bei fast acht Prozent. Eine Abschwächung ist kaum in Sicht. Dadurch kam die Ratingagentur Standard & Poor's auch einst zu dem Schluss, den USA das AAA-Rating zu entziehen und die Staaten herabzustufen. (FR/BHB)


 
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