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Stuttgart 21 kostet, auch wenn die Bahn noch aussteigen sollte

Um Stuttgart 21 wird ja viel gerungen. Wie sich nun Baden Württembergs SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel äußerte, wäre ein Ausstieg der Bahn eine Katastrophe und würde die Kosten enorm in die Höhe treiben. „Das ist jenseits der Realität. Denn Pi mal Daumen würde die Bahn drei Milliarden Euro für nichts geben“, so Schmiedel der Nachrichtenagentur dpa gegenüber. Er kalkulierte bereits mit einer Milliarde Euro für die Bahn und den Schadenersatzforderungen von Unternehmen, deren Verträge in einem Ausstiegsfall nicht erfüllt würden. Auch Millionen von Euro würden zurückgezahlt werden müssen, die für Fläche ausgegeben wurde, auf denen man Gleise verlegt hätte.


Stuttgart 21 kostet, auch wenn die Bahn aussteigen sollte

Die Frage keimt auf, da am Mittwoch der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn über etwaige Mehrkosten für Stuttgart 21 beraten wird. Schmiedel daher: „Die Frage ist nicht mehr, was ist wirtschaftlich für die Bahn aus dem Blick von 2009.“ 

Denn 2009 war Bahnchef Rüdiger Grube noch davon ausgegangen, das Projekt würde sich nicht mehr lohnen, würde man die 4,7 Milliarden Euro überschreiten. 4,3 Milliarden Euro sind bereits ausgeschöpft, weshalb es nach Schmiedel nötig sei, die Kosten für die Schlichtung im Streit um Stuttgart 21 außerhalb dieses Rahmens zu betrachten. „Es waren schließlich die Grünen und auch die SPD, die die Schlichtung verlangt haben.“ (NS/BHB)


 
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