Christopher Pleister mittlerweile Chef der Finanzmarktstabilisierungsanstalt erklärt: Seine vorübergehende Unterkunft verlässt die FMSA jetzt. Ihre Arbeit ist aber nicht getan. Ganz im Gegenteil. Mehr Mitarbeiter werden benötigt, die FMSA wird ausgebaut. Sie hätten derzeit 70 Mitarbeiter und strebten an, diese Zahl in den kommenden Wochen noch um etwa 10 Prozent zu erhöhen so Pleister.
Eine Rettungseinrichtung ist nun also von Dauer nötig, um weitere Bankenschicksale wie das der Lehman Brothers zu verhindern – und somit vor allem auch die Wellen, die die finanzielle Katastrophe schlug.
Auch auf europäischer Ebene zeigt sich, dass eine solche Einrichtung – in diesem Fall der Stabilitätsmechanismus ESM – dauerhaft von Nöten ist, allein schon aufgrund der Situation von Griechenland, Zypern und all den anderen angeschlagenen Ländern kann dies nicht geleugnet werden.
Auch Bankenprofessor Dirk Schiereck hält der Kritik stand, eine solche Versicherung würde Banken doch nur weiter zum Zocken verleiten, denn er mahnt, darüber nachzudenken, dass Manager, die in diesem Falle auf Staatshilfe angewiesen seien, meistens ihren Job verlieren.
Viel dringender sieht er die Frage danach, wer in einem solchen Fall zu bezahlen hat. Deshalb seine Forderung: „Der SoFFin darf kein Dauerzustand werden, denn es muss endlich möglich werden, Banken abzuwickeln.“
Ein solches System gibt es dabei schon seit dem Jahr 2011. Doch statt sich auf dieses System zu verlassen, kehrte die Bundesregierung nur wenig später zum SoFFin zurück, der daraufhin schon wieder neue Anträge annahm.
Auch auf europäischer Ebene wird nach einer Lösung gesucht. Doch sind sich viele Experten einig: Der Steuerzahler kann nicht länger für die finanzielle Stabilität der Banken und Staaten aufkommen. „Die Stabilität kann der Staat nicht dauerhaft mit dem Geld der Steuerzahler gewährleisten.“, so Carsten Schneider, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. (NS/BHB)