Deshalb drohte die Ratingagentur Moody's bereits mit einer Herabstufung der USA, sollte das Haushaltsdefizit nicht bald verringert werden. Somit würde die Bestnote „Aaa“ entzogen werden.
Moody's begründet diese Drohung damit, dass der Kompromiss allein nicht ausreiche, um die Bonität weiter zu gewährleisten, denn zur Schuldenobergrenze wurde hier rein gar nichts erwirkt.
Die USA sitzen auf einem enormen Schuldenberg von 16 Billionen Dollar. Dies ist auch der Grund, weshalb Moody's bereits im September erklärte, die USA herabzustufen, sollten die Haushaltsverhandlungen nicht rechtzeitig zu einem Ergebnis führen.
Moody's ist allerdings nicht die einzige Ratingagentur, die es derzeit mit den USA nicht allzu gut meint. Auch Standard & Poor's ist weiterhin der Überzeugung, ein negativer Ausblick seit gerechtfertigt, vor allem hatte Standard & Poor's den USA schon vor einiger Zeit die höchste Bonität entzogen.
Jedoch erklärte Standard & Poor's, dass es schon einmal positiv anzumerken sei, dass überhaupt eine Einigung erzielt und somit eine weitere Rezession verhindert wurde. Denn durch die Einigung wird es für den Großteil der US-Bürger keine Steuererhöhungen geben und Ausgabenkürzungen wurden um zwei Monate aufgeschoben.
Wirtschaftsexperte Dennis Snower, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, warnt vor weiter reichenden Folgen. Denn laut ihm hätte die US-Finanzpolitik schon seit langem negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. „Und die Weltkonjunktur wird in Zukunft weiter unter Druck geraten, wenn in den USA nicht ein grundlegendes politisches Umdenken gelingt.“ Ihm zufolge müsste die Politik langfristiger werden, damit die Schulden abgebaut und die Wirtschaft angekurbelt werden kann. „Präsident Barack Obama hat nicht festgelegt, wo langfristig die nationale Schuldenquote liegen soll, wie schnell man konsolidiert und wie antizyklisch die Fiskalpolitik sein darf.“ (FR/BHB)