Plötzlich soll dem Mutterkonzern General Motor (GM) und dem Management von Opel/Vauxhall nach, alles ganz schnell gehen. GM hat schon seit langem Probleme auf dem europäischen Markt. So soll das Minus am Ende des Jahres 2012 gar 1,4 Milliarden Euro betragen. Daraus zieht der amerikanische Konzern nun seinen Schluss: 2016 muss das Bochumer Opel-Werk daran glauben.
3.000 Arbeitsplätze gehen dabei aller Wahrscheinlichkeit nach verloren. Was in Bochum bleiben soll, ist die Fertigung für Autoteile und ein Logistikzentrum. Mehr ist dem Unternehmen nach nicht mehr drin.
Dabei war darüber verhandelt worden, dass die Lohnerhöhung von 4,3 Prozent in allen vier deutschen Opel-Werken ab November gestundet wird. Im Gegenzug versprach man Verhandlungen in Sachen Werk Bochum.
Auch Gesamtbetriebsratsvorsitzender Wolfgang Schäfer-Klug ist mit dem plötzlichen Vorgehen von GM nicht begeistert: „Aber das Management hat bislang keine belastbaren Zukunftspläne für die deutschen Standorte vorgelegt.“ Er fordert weiterhin, dass sich das Management endlich darauf einlässt, Perspektiven für die deutschen Opel-Werke zu präsentieren, damit die Arbeitnehmer wissen, woran sie sind. „Wenn das nicht geschieht, wird es keine Zugeständnisse der Arbeitnehmerseite geben.“
Jedoch sieht man auf der Führungsebene von Opel und GM keine Hoffnung mehr für Bochum, denn die Absatzzahlen sinken, in das Werk müssten Millionen investiert werden, um es wieder in einen attraktiven Standort zu verwandeln. Etwas, das sich im Management und im Mutterkonzern wohl niemand mehr leisten will, angesichts der düsteren Aussichten auf dem Automarkt. (NS/BHB)