Das Markit-Institut befragte 3.000 Unternehmen und fand heraus, dass der Index im Dezember um 0,1 auf 46,1 Punkte fiel. Somit blieb der Index unter den kritischen 50 Punkten.
Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson erklärt die Situation: „Der Industriesektor steckte auch im Dezember tief in der Rezession. Folglich könne sich auch der Rückgang der Wirtschaftsleistung beschleunigt haben – wahrscheinlich sogar erheblich.“ Denn nicht nur die Produktion ging im vierten Quartal um fast ein Prozent zurück. Auch das Bruttoinlandsprodukt sank bereits im dritten Quartal um 0,1 Prozent. Nur Irland konnte ein Wachstum verzeichnen. Deutschland, Spanien, Österreich und Griechenland sanken rapide ab.
Vor allem der Exportsektor bangt, denn die Auftragszahlen in der Euro-Zone waren nun schon den 18. Monat in Folge rückläufig. Zwar war der Rückgang nicht mehr ganz so drastisch, wie noch in den Monaten zuvor, doch strichen die Unternehmen bereits den elften Monat in Folge Arbeitsplätze. Auch bei den Lagerbeständen und Einkaufsmengen hielten sie sich zurück.
Auch allein auf Deutschland betrachtet, waren die Aussichten zum Jahresende alles andere als bestens. Hier sank der Einkaufsmanagerindex um 0,8 auf 46,0 Punkte, wozu sich auch Markit-Experte Tim Moore äußerte. „Wenngleich die Hersteller bemüht sind, an die Erfolge der letzten Jahre anzuknüpfen, so scheint sich die Lage in diesem Winter doch weiter zugespitzt zu haben.“
Die Unternehmen in Deutschland haben vor allem mit geringer Nachfrage – vor allem aus dem Ausland – zu kämpfen. (FF/BHB)