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Immobilienbranche erholt sich

Der Immobilienmarkt scheint sich allmählich zu erholen. In Deutschland konnte die Baubranche auf zahlreiche neue Großprojekte setzen, was einen Anstieg der Aufträge bedeutete, wie er seit der Wiedervereinigung nicht mehr dagewesen war. Preisbereinigt stiegen die Auftragszahlen laut dem Statistischen Bundesamt gegenüber dem Vorjahr um 30,5 Prozent.


Immobilienbranche erholt sich

Auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie äußerte sich zu dem Boom. Demnach hätte es vor allem im Raum Hamburg und in Ostdeutschland zahlreiche Großaufträge gegeben, allerdings legten in allen Bundesländern die öffentlichen Aufträge enorm zu. 

Weiterhin herrscht aber auch ein Boom beim Wohnungsbau vor, der den günstigen Krediten zu verdanken ist. Hier leistet aber auch die Euro-Krise ihren Beitrag, denn viele Bürger haben Angst vor den üblichen Kapitalanlagen und flüchten sich daher in Immobilien. 

In Zahlen gesprochen nahmen die Aufträge zwischen Januar und Oktober um 6,3 Prozent zu. Auch der Umsatz konnte sich um zwei Prozent auf 75,7 Milliarden Euro hoch arbeiten. Mit Zunahme der Aufträge und des Umsatzes kletterte auch die Zahl der Beschäftigen in der Branche. 1,5 Prozent mehr Arbeitsplätze wurden deshalb geschaffen. 

In Sachen Immobilien ist auch der Blick in die USA stets interessant, denn von hier aus rollte die Finanzkrise auf Europa zu, unter anderem ausgelöst durch eine geplatzte Immobilienblase.

Tatsächlich boomt die Baubranche auch in den USA. Seit nahezu viereinhalb Jahren konnte kein so hoher Wert mehr bei den Baugenehmigungen erzielt werden. Allein von Oktober auf November soll es laut Handelsministerium ein Plus von 3,6 Prozent gegeben haben. Insgesamt wurden 899.000 Immobilien genehmigt. (NS/BHB)


 
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