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Hedgefonds verdienen an Griechenland eine halbe Milliarde US-Dollar

Die Griechenland-Krise tobt weiter und während sich die einen darüber aufregen, immer mehr Steuergelder in das Pleite-Land wandern zu sehen, schlagen die anderen Profit aus der Krise.


Hedgefonds verdient an Griechenland halbe Milliarde

So auch Dan Loeb, der mit seinem New Yorker Hedgefonds Third Point darauf spekulierte, dass Griechenland Teil der Euro-Zone bleibt und seine Schulden zumindest teilweise zurückkauft.

Tatsächlich kaufte Griechenland einen Teil seiner Schulden zurück, was Third Point einen Gewinn von 500 Millionen Dollar einbrachte.

Loeb soll Staatsanleihen für 17 Cent je Euro gekauft haben. Griechenland bezahlte dafür Anfang Dezember 34 Cent je Euro. Damit scheffelte Loeb in den letzten Tagen wohl eine Milliarde Dollar.

Loeb, dessen Firma Third Point im Schnitt 25 Prozent Gewinn im Jahr macht, hatte mit Griechenland jedenfalls Glück, denn erst am Dienstag hob die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit des Landes um gleich mehrere Stufen an – von CCC schaffte es das Land somit plötzlich auf B-.

Teils liegt die Entscheidung der Ratingagentur darauf begründet, dass die anderen Euro-Länder einen glaubwürdigen Eindruck vermitteln, Griechenland wirklich helfen zu wollen. Als Ausblick gab Standard & Poor's deshalb auch „stabil“ an.

Erst am Montag hatte Griechenland die nächste Tranche an Hilfskrediten in Höhe von 34,4 Milliarden Euro erhalten. Ausschlaggebend hierfür war, dass man in Athen den Anleihenrückkauf startete, um die Schulden abzubauen. Zudem nahm Griechenland im Rahmen einer Auktion zu niedrigeren Zinsen frisches Geld auf. Mit der Versteigerung von Wertpapieren mit einer Laufzeit von 13 Wochen erhielt Griechenland insgesamt 1,3 Milliarden Euro. (NS/BHB)


 
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