Der Studie zufolge erklärte ein Großteil der Bürger, mit der eigenen Lage sowohl finanziell auch wirtschaftlich zufrieden zu sein. Während 41 Prozent ihre Situation als gut einstufen, waren dies im Jahr 2011 nur 37 Prozent, im Jahr 2008 sogar nur 24 Prozent.
Auch in die Zukunft blicken die meisten optimistisch. Jeder fünfte Deutsche hält eine Verbesserung seiner finanziellen Situation in diesem Jahr für wahrscheinlich. Bei den Befragten unter 35 Jahren ist dies sogar nahezu jeder zweite.
Die meisten Optimisten finden sich bei denen, die Netto mehr als 50.000 Euro im Jahr verdienen. Hier rechnen 31 Prozent damit, sich finanziell bald in einer noch besseren Lage zu sehen, während es bei denen mit einem Einkommen von unter 25.000 Euro gerade noch 20 Prozent sind.
Vor allem der stabile Arbeitsmarkt sorgt für Zuversicht. Von 2.000 Befragten gehen 88 Prozent davon aus, dass ihr Arbeitsplatz sicher ist, 57 Prozent denken, er sei sogar sehr sicher.
Experte Thomas Harms erklärt, dass dies die Grundlage für die Wirtschaft sei: „Verbraucherzufriedenheit und Konsumbereitschaft fußen zu einem hohen Anteil auf Arbeitsplatzsicherheit.“
Dabei sehen die Befragten trotz des Optimismus für ihre eigene Situation für die Konjunktur eher schwarz. Allerdings sieht Harms aktuell keine Gefahr für den Arbeitsmarkt. „Die Unternehmen konnten die Krise so gut meistern, weil sie die Beschäftigung weitgehend stabil gehalten haben. Im Aufschwung 2010 konnten sie dann mit eingespielten Teams an den Start gehen und direkt von dem starken Anstieg der weltweiten Nachfrage profitieren.“ Deshalb geht er davon aus, dass die Unternehmen auch weiterhin eher davor zurückschrecken, Arbeitsplätze abzubauen.
Etwas vorsichtiger wollen die Deutschen im Jahr 2013 dennoch sein. Großanschaffungen wollen sie eher nicht tätigen. Stattdessen bauen sie lieber auf die kleinen Dinge. Harms untermauert diese Aussage: „Konsumverzicht steht nicht auf der Tagesordnung. Im Gegenteil: Die Menschen wollen sich durchaus etwas gönnen.“ (NS/BHB)