Laut Greenpeace befinden sich gesundheitsgefährdende Stoffe in Schneesprays, die zur Weihnachtsdekoration genutzt werden. Sechs Fabrikate wurden untersucht. Vier davon hätten hohe Konzentrationen von krebserregenden Substanzen aufgewiesen. Genauer handele es sich dabei um N-Nitroso-morpholin. Dieser Stoff ist aufgrund seiner Gefährlichkeit in der EU verboten. Greenpeace hatte ein Labor mit der Untersuchung beauftragt.
Als akute Gefahr stelle sich der Schnee besonders für Kinder heraus, erklären die Umweltschützer. Als Grundsatz für Verbraucher kann gelten, dass ein Schnee-Spray nicht in Innenräumen verwendet werden sollte. Sie dürften auch nur dort zur Anwendung kommen, wo Kinder nicht in der Lage sind, mit dem aufgesprühten Schnee-Erzeugnis in Kontakt zu kommen. Bei Eiskristall-Sprays ist hingegen Entwarnung zu geben. Hier befanden sich in keinem der vier getesteten Produkte krebserregende Substanzen.
Greenpeace forderte die Hersteller unverzüglich auf, die als krebserregend getesteten Sprays aus dem Handel zu verbannen. Es liege an den Produzenten, die Gesundheitsverträglichkeit ihrer Erzeugnisse sicherzustellen.
Was noch gefährlich werden kann
Auch bei Spielzeug gibt es für dieses Jahr einige Warnungen: Merchandising-Produkte gelten laut „Öko-Test“ häufig als bedenklich, denn in Plüsch- und Kunststoff-Figuren sind Chemikalien gefunden worden, die teilweise unter Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Hautreizende Stoffe wurden hingegen in Bettwäsche ausgemacht. Aufdrucke von Taschen enthalten dagegen Schadstoffe. Ohne Schadstoffbelastung wurden Spiel-Fahrzeuge aus Hartplastik getestet.
Bei Testkäufen in Billigläden, im Internet, aber auch in Baumärkten fallen Lichterketten immer wieder negativ auf. Besorgniserregend ist das Testurteil des TÜV-Rheinland: Es wurden 52 Lichterketten geprüft, von denen mehr als die Hälfte nicht einmal die Mindestanforderungen der Europäischen Union erfüllten. Jedes fünfte Produkt steht unter Verdacht, Stromschläge zu verteilen und bei einer Temperatur von mehr als 100 Grad Celsius sogar Verbrennungen zu verursachen. Vielen Fabrikaten fehlen laut TÜV Sicherheits- oder Warnhinweise, während sich bei anderen wiederum Konstruktionsmängel herausstellten.
Gleichermaßen besorgt zeigt sich die Stiftung Warentest bei Adventskalendern, weil 24 Produkte Rückstände aus Mineralölen aufweisen. Neun Kalender seien sogar mit Schokostückchen gefüllt, die äußerst kritische Stoffe enthielten: Aromatische Mineralöle, die wahrscheinlich aus dem Verpackungskarton entstammen. Die Ursache sei in der Regel Recycling-Papier, das mit Farben bedruckt wurde, die mineralölhaltig sind, so die Stiftung Warentest.
Zimtsterne und andere zimthaltige Genussmittel wurden positiv auf die Substanz Cumarin getestet. Sie ist leberschädigend. Zwar ist ein bestimmter Anteil in Lebensmitteln zulässig, doch die Höchstwerte können hier überschritten werden. Isst ein Kind, das 15 Kilogramm wiegt, einhundert Gramm Lebkuchen oder sechs Zimtsterne, warnt das Bundesamt für Risikobewertung, denn dann könne das Cumarin schädlich werden. Deshalb ist ein maßvoller Genuss anzuraten. (LB/BHB)