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Hochfrequenzhändler im Focus der US-Finanzaufsicht SEC

Die US-Finanzaufsicht SEC hat die Hochfrequenzhändler an den Börsen im Visier. Die Finanzaufseher wollen mithilfe von neuen Verordnungen den umstrittenen ultraschnellen Handel in die Schranken weisen. Die geplanten Regulierungen sollen marktstörendes Verhalten und extreme Kursschwankungen verhindern.


Hochfrequenzhändler

Hochfrequenzhändler müssen sich registrieren lassen

Die US-Finanzaufsicht SEC will mit ihrem Regelentwurf die oft auch als Heuschrecken bezeichneten Blitzhändler zur Registrierung als Broker Dealer beziehungsweise Zwischenhändler zwingen. Denn diese Maßnahme ermöglicht effizientere Überwachung seitens der Behörde. Bisher war die Überwachung der Hochfrequenzhändler kaum möglich, weil sie gewöhnlich als private Institution im Auftrag anderer Investoren agieren. Eine Eindämmung der Geschwindigkeit ist ohnehin kaum möglich.

Die Finanzaufseher reagieren damit auf die zunehmende Kritik, welche vor allem auf die vorteilhaften Privilegien der Highspeed-Händler gegenüber anderen Marktteilnehmern abzielt. Des Weiteren will die US-Finanzaufsicht SEC mit einer neuen Handelsregel marktstörendem Verhalten begegnen. Damit soll den ultraschnellen Händlern die Möglichkeit zur Herbeiführung von Kursschwankungen mittels kurzfristiger Handelstaktiken genommen werden. 

Die neuen Regulierungspläne der Finanzaufsicht würden einschneidende Veränderungen für die Branche der Hochfrequenzhändler mit sich bringen, sie müssen allerdings erst noch formell beschlossen und umgesetzt werden. Der Hochfrequenzhandel generiert aktuell nach Aussage von Analysten mehr als fünfzig Prozent des Handelsvolumens am amerikanischen Aktienmarkt.

Die US-Finanzaufsicht SEC hat Börsenpraktiken im Fokus

Die geplanten Regulierungen betreffen nicht nur die Hochfrequenzhändler, sondern greifen auch in die Funktionsweise des US-Aktienmarktes ein. Das Missfallen der Finanzaufsicht haben beispielsweise die Anwendungen diffiziler Ordertypen, welche von bestimmten Investoren zu ihrem Vorteil genutzt werden könnten.

Die geplanten Änderungen der Finanzaufsicht treffen seitens der Hochfrequenzhändler auf wenig Verständnis. Auch andere Marktteilnehmer könnten sich davon provoziert fühlen. Denn bei vielen Akteuren hat sich die Ansicht gefestigt, dass Hochfrequenzhandel eher nützlich für private Anleger sei. Den Beweis dafür sind sie allerdings bislang schuldig geblieben.

Die US-Finanzaufsicht SEC verwies in diesem Zusammenhang auf die aktuelle Stärke des amerikanischen Aktienmarkts. Er soll aufgrund der Regulierungsinitiative auch weiterhin den Interessen privater und institutioneller Investoren dienen können. Dazu hält die Behörde die Überwachung der Hochfrequenzhändler für zwingend erforderlich.

 

 

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